Kurz gesagt: Menschen mit einer Glücksspielsucht lügen nicht zwangsläufig. Wenn Verheimlichung und Täuschung auftreten, stehen dahinter häufig Scham, Angst vor Konsequenzen, der Versuch, Verluste noch auszugleichen, und die Hoffnung, das Problem doch noch allein in den Griff zu bekommen. Das kann erklären, warum jemand Spielzeiten, Verluste oder Geldbeschaffung verschweigt. Es entschuldigt die Lügen und ihre Folgen für Partner:innen, Familie oder Freunde aber nicht.
Ein Buch, das genau diese Innensicht ungewöhnlich offen beschreibt, ist „Mission Spielfrei – Mein Weg durch Sucht, Verlust und Neuanfang“ von Michael Gruninger. Das Sachbuch erschien am 5. Oktober 2026 im Mentoren-Media-Verlag und richtet sich laut Verlag ausdrücklich an Betroffene, Angehörige und Verantwortliche. Gruninger beschreibt darin aus eigener Perspektive Kontrollverlust, Verlustjagd, Scham, Lügen und die Folgen für Familie und Vertrauen.
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Gerade Angehörige erleben deshalb oft zwei Krisen gleichzeitig: die Sucht selbst und den Vertrauensbruch. Plötzlich tauchen unbekannte Schulden auf, Erklärungen passen nicht mehr zusammen oder ein weiteres Versprechen, „jetzt wirklich aufzuhören“, hält nicht. Die Frage lautet dann nicht nur: Warum hat er oder sie das getan? Sondern auch: Was glaube ich überhaupt noch – und wie schütze ich mich jetzt?
Wer vor dem Kauf mehr über den Autor und die Geschichte hinter dem Buch erfahren möchte, findet bei BuchInsider das ausführliche Interview mit Michael Gruninger über „Mission Spielfrei“, Trading-Sucht und Kontrollverlust. Dort spricht er auch darüber, wie lange sich die Sucht hinter einer funktionierenden Fassade verbergen konnte und welche Folgen sein Verhalten für andere Menschen hatte.
Aktuell zum Erscheinungsstart, Stand 8. Oktober 2026: „Mission Spielfrei“ wurde am 7. Oktober auf dem Podium Rheinland-Pfalz der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Für den 9. Oktober ist ein weiterer Verlagstalk unter dem Titel „Mission Spielfrei – Raus aus dem Kreislauf der Spielsucht“ angekündigt.
Hinweis: Mit „Spielsucht“ ist in diesem Beitrag die Glücksspielsucht beziehungsweise eine Störung durch Glücksspielen gemeint. Problematisches Gaming beziehungsweise eine Gaming-Störung ist ein eigenes Thema.
Warum lügen Menschen mit Glücksspielsucht?
Die einfache Antwort „weil sie unehrlich sind“ greift zu kurz. Ebenso falsch wäre aber die Gegenposition, jede Lüge vollständig mit der Erkrankung zu entschuldigen.
Fachstellen nennen Verheimlichung, Lügen über das Spielen, unerklärliche Geldprobleme sowie Schuld- und Schamgefühle als häufige Warnsignale. Auch gesund.bund.de beschreibt, dass bei fortschreitender Glücksspielsucht Lügen, Angst, Schuldgefühle, Verschuldung und Beziehungsprobleme zunehmen können.
Eine 2026 veröffentlichte wissenschaftliche Übersichtsarbeit zu Scham, Stigma und Verschuldung bei glücksspielbezogenen Schäden kommt zu einem ähnlichen Kern: Scham war in den ausgewerteten Studien wiederholt mit Verheimlichung, dem Versuch, das Problem selbst zu lösen, und verzögerter Offenlegung beziehungsweise Hilfesuche verbunden. Schulden konnten die Heimlichkeit zusätzlich verstärken, weil neben dem Spielen plötzlich auch finanzielle Folgen erklärt werden mussten.
In der Praxis können mehrere Mechanismen zusammenkommen:
- Scham: Die betroffene Person fürchtet, als verantwortungslos, gierig oder willensschwach beurteilt zu werden.
- Angst vor Konsequenzen: Ein Geständnis könnte Streit, finanzielle Grenzen, eine Trennung oder die Aufforderung auslösen, sich Hilfe zu holen.
- Verlustjagd: Wer glaubt, verlorenes Geld noch zurückgewinnen zu können, verschiebt die Offenlegung möglicherweise immer weiter: „Noch ein Gewinn, dann kann ich alles erklären.“
- Selbsttäuschung: Manche Betroffene halten lange an der Vorstellung fest, das Verhalten sei noch kontrollierbar und deshalb müsse das Umfeld „noch nichts wissen“.
- Geldbeschaffung: Werden neue Einsätze über Kredite, geliehenes Geld oder gemeinsame Mittel finanziert, entstehen häufig weitere Erklärungen und Geheimnisse.
Wichtig ist die Richtung: Diese Mechanismen können Lügen verständlicher machen. Sie machen den Schaden für Angehörige nicht kleiner.
„Die Krankheit erklärt vieles von dem, was ich getan habe – sie entschuldigt es nicht.“
Diesen Unterschied betont auch Michael Gruninger im BuchInsider-Interview. Für Angehörige ist er zentral: Verstehen und Grenzen setzen schließen einander nicht aus.
Was Angehörige nach aufgedeckten Lügen und Schulden konkret tun können
Wenn plötzlich Schulden, heimliche Kontobewegungen oder ein Rückfall ans Licht kommen, entsteht leicht der Impuls, sofort alles kontrollieren zu wollen. Hilfreicher ist zunächst eine Trennung zwischen drei Fragen: Was wissen Sie sicher? Welche gemeinsamen finanziellen Risiken bestehen? Und welche Hilfe können Sie anbieten, ohne die Folgen des Spielens selbst zu übernehmen?
| Situation | Was jetzt wichtiger ist |
|---|---|
| Neue oder unbekannte Schulden tauchen auf | Gemeinsame Verpflichtungen klären und professionelle Schuldner- oder Suchtberatung einbeziehen |
| Es gibt weitere widersprüchliche Erklärungen | Bei überprüfbaren Beobachtungen bleiben statt über Motive zu streiten |
| Der oder die Betroffene bittet um Geld | Keine neuen Spielschulden finanzieren oder Kredite übernehmen |
| Gemeinsame Konten oder Ersparnisse sind gefährdet | Eigene und gemeinsame finanzielle Sicherheit früh klären |
| Die Person verspricht erneut, allein aufzuhören | Konkrete nächste Schritte zu Beratung, Sperren oder Behandlung wichtiger nehmen als ein weiteres Versprechen |
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät Angehörigen ausdrücklich davon ab, Geld zu verleihen, Glücksspielschulden zu bezahlen oder überzogene Konten auszugleichen. Gleichzeitig empfiehlt es, die eigenen Finanzen zu schützen und selbst Beratung zu nutzen. Ähnliche Empfehlungen gibt es bei Fachstellen in Österreich und der Schweiz.
Das bedeutet nicht, dass Angehörige sämtliche Finanzen einer anderen erwachsenen Person kontrollieren sollen. Es bedeutet vielmehr: Sie dürfen verhindern, dass Ihre eigenen Ersparnisse, gemeinsame Existenzgrundlagen oder das Geld der Kinder in einen weiteren Verlustkreislauf geraten. Bei gemeinsamen Krediten, Konten oder rechtlichen Verpflichtungen kann zusätzlich eine unabhängige Schuldner- oder Rechtsberatung sinnvoll sein.
Ein mögliches erstes Gespräch kann bewusst ohne Ferndiagnose beginnen:
„Ich mache mir Sorgen, weil Geld fehlt und mehrere Erklärungen nicht zusammenpassen. Ich möchte nicht darüber streiten, welches Etikett dafür gilt. Ich brauche Klarheit über unsere gemeinsamen Finanzen. Ich werde keine Spielschulden übernehmen, aber ich unterstütze dich dabei, heute Kontakt zu einer Beratungsstelle aufzunehmen.“
Offizielle Angehörigenangebote empfehlen ebenfalls, einen ruhigen Zeitpunkt zu wählen, konkrete Beobachtungen anzusprechen und Vorwürfe möglichst zu vermeiden. Gleichzeitig dürfen Grenzen klar ausgesprochen werden.
Scham und Schweigen: Warum das erste offene Gespräch so schwer sein kann
Scham betrifft bei Glücksspielproblemen nicht nur die spielende Person. Auch Partner:innen und Familien verschweigen die Situation teilweise vor Freunden, Eltern oder Kolleg:innen. Man möchte die Beziehung schützen, fürchtet Urteile oder hofft, das Problem werde sich doch noch ohne Hilfe lösen.
Eine 2025 veröffentlichte Übersicht zu den Folgen von Glücksspielproblemen für sogenannte „affected others“ – also nahestehende betroffene Personen – beschreibt emotionale, zwischenmenschliche und finanzielle Schäden als besonders häufig. Eine zweite Übersichtsarbeit zeigt, dass Angehörige selbst oft lange versuchen, die Situation mit eigenen Strategien zu bewältigen, bevor professionelle Unterstützung genutzt wird. Scham und mangelnde Kenntnis von Hilfsangeboten gehören zu den genannten Hürden.
Genau deshalb kann der Satz „Warum hast du mir nichts gesagt?“ zwar vollkommen nachvollziehbar sein, aber selten das ganze Problem erfassen. Die aktuell veröffentlichte Podcast-Reihe zu „Mission Spielfrei“ greift diese Angehörigenfrage sogar ausdrücklich auf. Gruninger beschreibt Heimlichkeit dort aus seiner eigenen Erfahrung als Teil einer Fassade, die lange nach außen funktionieren konnte.
Für Angehörige kann es entlastend sein, zwei Dinge gleichzeitig festzuhalten:
- Die Sucht und die damit verbundene Scham können erklären, warum Offenheit so lange vermieden wurde.
- Sie müssen Lügen, finanzielle Täuschung oder gebrochene Vereinbarungen trotzdem nicht akzeptieren.
Vertrauen entsteht nach einer Offenlegung deshalb selten durch ein einzelnes Versprechen. Realistischer sind überprüfbare Schritte über Zeit: professionelle Hilfe, Transparenz bei gemeinsam relevanten Finanzen, vereinbarte Grenzen und ein Umgang mit Rückfällen, der nicht wieder in Geheimhaltung führt.
Warum „Mission Spielfrei“ von Michael Gruninger gerade für Angehörige interessant ist
„Mission Spielfrei – Mein Weg durch Sucht, Verlust und Neuanfang“ ist ein Sachbuch von Michael Gruninger, erschienen am 5. Oktober 2026 im Mentoren-Media-Verlag. Die ISBN lautet 978-3-98641-332-3. Der Verlag führt das Buch mit 296 Seiten und nennt Betroffene, Angehörige und Verantwortliche ausdrücklich als Zielgruppen.
Für die Frage dieses Artikels ist nicht nur wichtig, dass Gruninger über Spielsucht schreibt, sondern aus welcher Perspektive. Seine Geschichte begann nicht mit dem klassischen Bild vom Casino. Er beschreibt, wie sich hochriskantes Trading in seinem Leben zu einem Kreislauf aus Verlusten, neuen Einsätzen, Verheimlichung und Kontrollverlust entwickelte.
Gerade Angehörige sehen häufig nur die Außenseite: fehlendes Geld, Bildschirmzeit, neue Erklärungen, Rückzug, gebrochene Versprechen. Ein Erfahrungsbuch kann einen anderen Zugang eröffnen: Wie begründet ein Betroffener sein Verhalten vor sich selbst? Warum wirkt ein weiterer Einsatz in diesem Moment noch wie eine Lösung? Wie lässt sich eine Fassade aufrechterhalten, obwohl die Folgen immer größer werden?
Das macht „Mission Spielfrei“ für Angehörige besonders interessant, die nicht nur Regeln zum Umgang mit der Sucht suchen, sondern die Innensicht auf Scham, Selbsttäuschung und Kontrollverlust verstehen möchten. Das Buch ersetzt damit keinen speziellen Angehörigenratgeber und keine professionelle Beratung. Es ergänzt diese Perspektiven.
Wer mehrere Bücher vergleichen möchte, findet bei BuchInsider außerdem den Überblick Bücher über Glücksspielsucht für Betroffene und Angehörige. Dort werden Fachratgeber und Erfahrungsberichte nach unterschiedlichen Leserfragen eingeordnet.
Für „Mission Spielfrei“ spricht derzeit zusätzlich die Aktualität: Das Buch ist unmittelbar nach seinem Erscheinen Gegenstand von Interviews, Podcasts und Veranstaltungen auf der Frankfurter Buchmesse. Das allein macht ein Buch nicht gut oder hilfreich. Es sorgt aber dafür, dass Gruningers Perspektive auf Trading-Sucht, Scham und Angehörigenfragen gerade öffentlich diskutiert wird.
Was Betroffene selbst tun können, wenn sie sich im Muster wiedererkennen
Wer diesen Artikel nicht als Angehörige:r liest, sondern sich selbst in Verheimlichung, Verlustjagd oder immer neuen Erklärungen erkennt, muss nicht zuerst „alles reparieren“, bevor Hilfe möglich ist.
Ein sinnvoller nächster Schritt kann darin bestehen, das Schweigen an einer Stelle zu durchbrechen: bei einer Suchtberatungsstelle, einer therapeutischen Fachperson oder einer vertrauenswürdigen Person. Offizielle Hilfsangebote arbeiten vertraulich und auf Wunsch zunächst anonym.
- Besonders riskant ist der Versuch, Verluste erst noch zurückzugewinnen, bevor man offen über die Situation spricht. Genau diese Verlustjagd kann die finanzielle und psychische Belastung weiter erhöhen.
- Wenn Schulden entstanden sind, sollten Sucht- und Schuldnerberatung möglichst zusammengedacht werden. Wer lediglich das finanzielle Loch schließt, ohne das Spielverhalten zu bearbeiten, löst die zugrunde liegende Dynamik nicht.
Und auch hier gilt: Ein Buch kann helfen, Sprache für das eigene Verhalten zu finden oder den ersten Schritt zur Auseinandersetzung zu erleichtern. Es ersetzt keine individuell notwendige Behandlung.
Wo Angehörige und Betroffene jetzt Hilfe finden
- Deutschland: Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bietet über Check dein Spiel Informationen und Beratung für Angehörige. Das kostenlose und anonyme Beratungstelefon ist laut gesund.bund.de unter 0800 137 27 00 erreichbar. Zusätzlich gibt es das Beratungstelefon des Fachverbands Glücksspielsucht unter 0800 077 66 11.
- Österreich: Die Fachstelle für Glücksspielsucht bündelt Beratungsangebote und verweist auf regionale Stellen in Österreich. Angehörige können sich auch beraten lassen, wenn die betroffene Person selbst noch keine Hilfe annimmt.
- Schweiz: Spielen ohne Sucht bietet eine kostenlose und anonyme Telefonberatung unter 0800 040 080, Online-Beratung und regionale Anlaufstellen.
Wenn die Situation akut eskaliert – etwa bei Selbstgefährdung, Suizidankündigungen, Gewalt oder einer unmittelbaren Gefahr für andere – sollte nicht auf einen Beratungstermin gewartet werden. Dann ist der örtliche Notruf beziehungsweise Krisendienst die richtige Anlaufstelle.
Häufige Fragen zu Lügen, Scham und Spielsucht
Ist Lügen ein sicheres Zeichen für Spielsucht?
Nein. Unehrlichkeit oder finanzielle Geheimnisse können viele Ursachen haben. In Verbindung mit häufigem Glücksspiel, fehlendem Geld, Verlustjagd, Rückzug und wiederholten gebrochenen Vereinbarungen können sie jedoch ein Warnsignal sein. Eine Diagnose kann daraus allein nicht abgeleitet werden.
Warum werden Spielschulden oft erst sehr spät offengelegt?
Scham, Angst vor Konsequenzen und die Hoffnung, Verluste noch selbst ausgleichen zu können, können die Offenlegung verzögern. Aktuelle Forschung bringt gerade Scham, Verschuldung und Verheimlichung mit verspäteter Hilfesuche in Verbindung.
Sollte ich die Schulden meines spielsüchtigen Partners bezahlen?
Offizielle Angehörigenangebote raten grundsätzlich davon ab, Spielschulden zu übernehmen oder neues Geld zur Verfügung zu stellen. Sinnvoller ist es, die eigenen Finanzen zu schützen und professionelle Sucht- und Schuldnerberatung einzubeziehen.
Hilft „Mission Spielfrei“ auch, wenn das Problem mit Trading begonnen hat?
Gerade darin liegt eine Besonderheit des Buches. Michael Gruninger beschreibt seine eigene Geschichte aus einem leistungs- und tradinggeprägten Umfeld und zeigt, wie aus vermeintlich rationalem Risikoverhalten nach seiner Erfahrung Kontrollverlust und Sucht wurden. Das macht das Buch besonders interessant für Menschen, die sich in klassischen Casino-Erzählungen nicht wiederfinden.
Soll ich „Mission Spielfrei“ meinem Partner geben?
Das kann ein Gesprächsanlass sein, sollte aber nicht als Diagnose oder Vorwurf eingesetzt werden. Für Angehörige kann es ebenso sinnvoll sein, das Buch zunächst selbst zu lesen und einzelne Gedanken später in einem ruhigen Gespräch aufzugreifen. Wenn bereits schwere finanzielle oder psychische Folgen bestehen, sollte parallel professionelle Beratung genutzt werden.
Kann Vertrauen nach einer Glücksspielsucht wiederkommen?
Vertrauen lässt sich nicht durch ein einzelnes Versprechen herstellen. Es kann sich über Zeit neu entwickeln, wenn Verhalten nachvollziehbar verändert wird, Hilfe angenommen wird und gemeinsam relevante Vereinbarungen eingehalten werden. Angehörige dürfen dabei eigene Grenzen und Sicherheitsbedürfnisse ernst nehmen.
Fazit: Verstehen, warum gelogen wird – ohne die Lüge kleinzureden
Die Frage „Warum lügen Spielsüchtige?“ hat keine einzige Antwort. Scham, Angst, Verlustjagd, Selbsttäuschung und finanzielle Eskalation können dazu beitragen, dass Glücksspielprobleme lange verborgen bleiben. Gleichzeitig erleben Angehörige die Folgen sehr konkret: Misstrauen, Schulden, Sorge um gemeinsame Finanzen und das Gefühl, nicht mehr zu wissen, was wahr ist.
Hilfreich ist deshalb weder reine Schuldzuweisung noch grenzenloses Verständnis. Angehörige können die Mechanismen der Sucht verstehen und trotzdem klare finanzielle und persönliche Grenzen setzen. Sie können Unterstützung anbieten, ohne Spielschulden zu übernehmen. Und sie können sich selbst Hilfe holen, auch wenn der betroffene Mensch dazu noch nicht bereit ist.
„Mission Spielfrei“ von Michael Gruninger ist für diese Leserfrage eine besonders aktuelle Ergänzung: Das Buch zeigt die Perspektive eines Betroffenen, der seine Sucht lange hinter Leistung, Trading und einer funktionierenden Fassade verbergen konnte. Wer nachvollziehen möchte, wie Scham, Lügen und Kontrollverlust von innen erlebt werden können, findet darin einen ungewöhnlich direkten Zugang.
Für die Hintergründe zum Autor, zur Entstehung des Buches und zu seinem persönlichen Weg lesen Sie ergänzend das BuchInsider-Interview mit Michael Gruninger.
Quellen & Prüfstand: Für die fachliche Einordnung wurden unter anderem gesund.bund.de, Check dein Spiel, die Fachstelle für Glücksspielsucht Österreich, Spielen ohne Sucht sowie aktuelle wissenschaftliche Reviews zu Glücksspielschäden bei Angehörigen und zu Scham, Stigma und Verschuldung berücksichtigt. Buchdaten wurden mit dem Mentoren-Media-Verlag und dem Programm der Frankfurter Buchmesse abgeglichen. Prüfstand: 8. Oktober 2026.
Letzte Aktualisierung am 9.10.2026 um 00:23 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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