Die Kosten für Selfpublishing lassen sich planbar steuern, wenn Sie Produktion, Distribution und Marketing getrennt kalkulieren. Realistisch sind vier Budgetstufen, vom schlanken Start bis zur professionellen Veröffentlichung mit messbarer Vermarktung. Je mehr Sie selbst übernehmen können, desto günstiger wird es logischerweise. Einige Grundkosten bleiben jedoch, um Professionalität zu garantieren.
Überblick über mögliche Kosten
| Kostenblock | Typischer Rahmen | Hinweis für die Planung |
|---|---|---|
| Cover (professionell) | 300 bis 500 Euro | Einmalig, entscheidend für Klickrate und Wahrnehmung. |
| Buchsatz (professionell) | 200 bis 500 Euro | Einmalig, senkt Fehlerquote und erhöht Lesefluss. |
| Lektorat | 500 bis 600 Euro | Einmalig, Qualität und Verständlichkeit, oft größte Wirkung für die wahrgenommene Professionalität. |
| Marketing Setup | 0 bis 1.500 Euro | WordPress Seite, Tracking, Assets, Basis für Skalierung. |
| Paid Ads | 0 bis 3.500 Euro | Testen, dann skalieren, ohne saubere Produktseite riskant. |
| Artikelkauf, PR, Reichweite | 0 bis 5.000 Euro | Nur bei klarer Zielgruppenpassung und messbarem Effekt. |
| Eigenexemplare | variabel | Oft 30 bis 50 Prozent günstiger als Verkaufspreis, abhängig von Anbieter, Umfang und Versand. |
Selfpublishing klingt oft nach Null Euro. Das stimmt nur für die Veröffentlichung als technische Bereitstellung. Sobald Sie ein Buch auf dem Niveau eines Fachportals oder eines Verlagsprodukts anbieten wollen, entstehen Kosten für Gestaltung, Textqualität und Marktzugang. Entscheidend ist, ob Sie nur veröffentlichen oder auch verkaufen möchten.
Für eine belastbare Planung lohnt ein Blick auf die Kostenblöcke: Cover, Buchsatz, Lektorat, Plattformgebühren, ISBN und Pflichtexemplare sowie Marketing und Eigenexemplare. Viele Ausgaben sind optional, einige sind faktisch unvermeidbar, wenn Sie Qualität und Vertrauen aufbauen wollen.
Hinzu kommt die Plattformlogik. Anbieter unterscheiden sich weniger im Upload, sondern in Honorarlogik, Vertrieb, Servicepaketen und Konditionen für Autorenexemplare. Wer das früh versteht, vermeidet Fehlkalkulationen und unpassende Preisstrategien.
Zu einer professionellen Einschätzung
Grundprinzip: Wofür zahlen Sie im Selfpublishing wirklich?
Welche Kosten fallen einmalig an und welche laufend?
Einmalige Kosten betreffen vor allem die Herstellung der Verkaufsdateien und die redaktionelle Qualität. Dazu zählen Coverdesign, professioneller Buchsatz und Lektorat. Laufende Kosten entstehen eher im Marketing und bei Eigenexemplaren, weil Sie fortlaufend Reichweite einkaufen oder Bücher für Veranstaltungen und Direktverkauf benötigen.
Viele Plattformen werben mit kostenloser Veröffentlichung. Die Finanzierung erfolgt dann über Druckmargen, Handelsrabatte, Provisionen oder Zusatzleistungen. Für Ihre Planung heißt das: Die Plattformrechnung ersetzt nicht die Produktionsrechnung. Sie verschiebt sie nur.
Was ist der Unterschied zwischen Produktionskosten und Druckkosten?
Produktionskosten sind die Arbeit am Buch, bis es druckfertig ist. Druckkosten entstehen pro Exemplar. Print on Demand senkt das Risiko, weil Sie keine Auflage vorfinanzieren. Pro Stück sind die Kosten jedoch höher als bei klassischem Offsetdruck. Das ist kein Nachteil, wenn Sie flexibel bleiben wollen und erst bei Nachfrage skalieren.
Für die Preiskalkulation sollten Sie Druckkosten wie eine variable Gebühr behandeln. Je nach Seitenzahl, Format und Farbanteil verändern sie Ihr Honorar deutlich. Gerade bei schmal kalkulierten Sachbüchern entscheidet das über die Rentabilität.
Realistische Budgetrahmen für die Buchproduktion
Wie viel kostet ein professionelles Cover?
Ein professionelles Cover liegt in der Praxis häufig im Korridor von 300 bis 500 Euro, wenn Sie ein individuelles Design mit sauberer Typografie, Bildlizenz und drucktauglicher Datei beauftragen. Der Preis steigt, wenn Sie mehrere Entwürfe, komplexe Illustration oder eine Markenserie planen. Dann sind auch 1000 Euro keine Seltenheit.
Wichtig ist die Funktion: Das Cover muss in Thumbnail Größe wirken, Genre und Nutzen klar kommunizieren und im Buchhandel professionell aussehen. Wenn Sie langfristig mehrere Titel planen, lohnt ein wiedererkennbares Serienlayout, weil es die Marketingkosten indirekt senkt.
Was kostet professioneller Buchsatz und warum lohnt er sich?
Für Buchsatz und Layout sind 200 bis 500 Euro ein plausibler Rahmen, wenn es um eine saubere Innengestaltung mit Absatzstilen, Inhaltsverzeichnis, Kopfzeilen, korrekten Rändern und druckfähigem PDF geht. Bei Tabellen, Grafiken oder vielen Abbildungen kann der Aufwand deutlich steigen. Manche Anbieter haben rudimentäre Vorlagen, sodass man es unter Umständen selbst erledigen kann.
Der Nutzen zeigt sich bei Rezensionen und Retouren. Schlechter Satz wirkt unprofessionell und erhöht Abbrüche. Für Sachbücher ist Lesefluss ein Qualitätsmerkmal. Ein klarer Satz reduziert auch Supportaufwand, weil weniger Formatierungsfehler korrigiert werden müssen.
Wie teuer ist Lektorat und was bekommen Sie dafür?
Ein Lektorat wird oft zu pauschal betrachtet. In vielen Projekten liegt es bei 500 bis 700 Euro, wenn Umfang und Anspruch moderat sind und Sie ein strukturiertes Manuskript liefern. Steigt der Textumfang oder ist ein intensives Stil und Strukturlektorat nötig, wächst der Preis entsprechend.
Für die Planung hilft eine klare Abgrenzung: Korrektorat prüft Rechtschreibung und Zeichensetzung. Lektorat optimiert Stil, Logik und Verständlichkeit. Für Fachthemen kann ein inhaltliches Lektorat mit Quellenprüfung sinnvoll sein, sofern Sie die Verantwortung für Aussagen behalten. Jeder Euro, der hier investiert wird, ist ein sinnvoller Euro, da die Qualität des Outputs in der Regel spürbar steigt.
Weitere Kosten, die oft übersehen werden
Benötigen Sie eine ISBN und was bedeutet das für die Kosten?
Eine ISBN ist nicht in jedem Vertrieb zwingend, kann aber Vorteile bringen, etwa bei Buchhandelssystemen, Bibliotheken und Metadatenqualität. Manche Dienstleister enthalten die ISBN im Paket. Andere lassen Ihnen die Wahl. Prüfen Sie dabei auch, wer als Verlagseintrag erscheint und welche Rechte Sie an Metadaten behalten.
Für Ihre Kalkulation zählt weniger die Nummer selbst, sondern der Effekt auf Auffindbarkeit, Professionalität und spätere Vertriebsoptionen. Wenn Sie langfristig mehrere Titel planen, sollten Sie die Entscheidung konsequent treffen, damit Ihre Produktlinie einheitlich wirkt.
Welche Pflichten gelten bei Veröffentlichung in Deutschland?
Wer in Deutschland publiziert, muss mit dem Thema Pflichtexemplare rechnen. Für körperliche Medienwerke ist in der Regel die Ablieferung an die Deutsche Nationalbibliothek vorgesehen. Das kann für Selfpublisher relevant werden, weil es zusätzliche Exemplare und Versand bedeutet.
Planen Sie diesen Punkt früh, damit er nicht überraschend die Marge drückt. Bei Print on Demand müssen Sie die Exemplare aktiv bestellen. Bei E Books kommen je nach Verfahren andere Ablieferungswege infrage.
Buchmarketing: Von Null Euro bis zur planbaren Skalierung
Welche Marketingausgaben sind sinnvoll und welche sind häufig wirkungslos?
Marketingbudgets von 0 bis 5.000 Euro sind realistisch, weil Ziele stark variieren. Wenn Sie nur veröffentlichen, reichen Basissignale wie saubere Metadaten, Klappentext und eine Autorenpräsenz. Wenn Sie planbar Verkäufe generieren wollen, brauchen Sie Trafficquellen und Conversion Pfade.
Sinnvolle Bausteine sind eine WordPress Seite als zentrale Landingpage, saubere Newsletter Anbindung, Rezensionsexemplare für relevante Multiplikatoren und bezahlte Reichweite. Facebook Ads können funktionieren, wenn Sie eine klare Zielgruppe, ein gutes Angebot und saubere Tracking Logik haben.
Eine Liste hilft, die Budgethebel zu trennen. Die Einordnung ist bewusst praxisnah, damit Sie Prioritäten setzen können, ohne Ihre Kostenstruktur zu überladen.

- Basis: Autorenprofil, Buchbeschreibung, Kategorie und Keywords, hochwertige Leseprobe, Null bis niedrige Kosten.
- Owned Media: WordPress Seite, Newsletter Tool, Tracking, in der Regel niedrige bis mittlere laufende Kosten.
- Paid Media: Facebook Ads oder Amazon Ads, variable Kosten, stark abhängig von Zielgruppe und Optimierung.
- Content Reichweite: Artikelkauf oder Advertorials, nur sinnvoll mit klarer Zielgruppenpassung.
- Launch Assets: Presse Kit, Grafiken, Videos, erhöht Startimpact, ist aber optional.
Im Resümee zählt ein Prinzip: Investieren Sie zuerst in Messbarkeit und Positionierung, dann in Reichweite. Viele Ausgaben verpuffen, weil Buchseite, Rezensionen und Nutzenversprechen nicht stimmig sind. Wenn die Produktseite überzeugt, wird bezahlter Traffic kalkulierbar.
Professionelle Einschätzung erhalten
Wie kalkulieren Sie Marketing realistisch, ohne sich zu übernehmen?
Setzen Sie vorab ein Ziel pro Woche, etwa Newsletter Abonnenten, Probeleser oder Verkäufe. Dann definieren Sie einen festen Testbetrag. Bei Ads ist ein kleiner Test besser als ein großer Blindflug. Planen Sie zusätzlich Zeitkosten ein, weil Optimierung Arbeit ist.
Wenn Sie Artikelkauf nutzen, prüfen Sie die Sichtbarkeit der Plattform und die Passung zur Zielgruppe. Kaufen Sie keine Reichweite ohne Nachweis von Relevanz. Bei Fachbüchern kann ein kleines, sehr passendes Umfeld stärker wirken als ein großes, unscharfes Publikum.
Eigenexemplare: Kostenhebel für Events, Direktverkauf und Rezensionen
Wie viel günstiger sind Eigenexemplare wirklich?
Eigenexemplare sind oft deutlich günstiger als der öffentliche Verkaufspreis, weil Tantiemen, Handelsmargen und Plattformanteile entfallen. In vielen Setups kann das einer Ersparnis im Bereich von 30 bis 50 Prozent entsprechen. Der genaue Wert hängt von Anbieter, Ausstattung und Bestellmenge ab.
Für Ihre Planung sollten Sie nicht mit Prozenten rechnen, sondern mit dem Autorenpreis pro Stück inklusive Versand. So sehen Sie sofort, ob Direktverkauf auf Veranstaltungen wirtschaftlich ist. Berücksichtigen Sie dabei Zahlungsabwicklung und Retourenrisiko, falls Sie über Händlerkanäle verkaufen.
Wann lohnen sich Eigenexemplare strategisch?
Eigenexemplare sind ein Instrument, kein Selbstzweck. Sie lohnen sich für Signieraktionen, Lesungen, Firmenkunden, Rezensionsexemplare und als Bonus im Bundle. Wenn Sie ein Buch als Lead Magnet nutzen, sind Eigenexemplare oft günstiger als Anzeigenkosten pro Lead.
Planen Sie einen kleinen Puffer für Druckmuster und Korrekturexemplare ein. Ein einziger Produktionsfehler im Satz oder im Cover kann sonst teure Neuauflagen auslösen. Wer sorgfältig prüft, spart am Ende Geld und Reputation.
Anbieter im Vergleich: BoD, tredition und Amazon KDP
Welche Unterschiede sind für Ihre Kostenplanung entscheidend?
Für die Kostenplanung zählen vier Faktoren: Startgebühr, Honorarlogik, Vertrieb und Konditionen für Autorenexemplare. BoD arbeitet mit klaren Produktpaketen, inklusive kostenpflichtiger Publish Varianten. tredition positioniert sich als kostenlos in der Veröffentlichung und finanziert sich über Provisionen und Services. Amazon KDP ist ebenfalls ohne Uploadgebühr nutzbar, setzt aber stark auf den Amazon Vertrieb und eine eigene Kalkulationslogik für Druckkosten und Tantiemen.
Wichtig ist: Keine Plattform ersetzt Cover, Buchsatz und Lektorat. Der Unterschied liegt darin, wie schnell Sie in den Handel kommen, welche Metadatenqualität Sie erreichen und wie transparent die Stückkalkulation ist.
BoD: Für wen passt das Modell und welche Kosten entstehen?
BoD bietet eine kostenlose Print Option für reinen Buchdruck und kostenpflichtige Publish Pakete für Veröffentlichung. Ein Einstiegspunkt ist eine einmalige Gebühr im unteren zweistelligen Bereich für Publish, während ein erweitertes Paket deutlich höher liegt und zusätzliche Leistungen enthalten kann. Die Distribution in viele Buchhandlungen und Shops ist ein Kernargument.
Für Autorenexemplare arbeitet BoD mit Mengenstaffeln. Damit sinkt der Stückpreis, wenn Sie mehr bestellen. Für Ihre Kalkulation bedeutet das: BoD kann attraktiv sein, wenn Sie Buchhandelssichtbarkeit wollen und wiederkehrend Eigenexemplare benötigen.
tredition: Kostenlose Veröffentlichung, aber andere Erlöslogik
tredition kommuniziert die Veröffentlichung als kostenlos, ohne Mindestlaufzeit und ohne Exklusivität. Die Plattform stellt Werkzeuge für Erstellung und Vermarktung bereit. Einnahmen entstehen über die Verteilung der Verkaufserlöse und optionale Services. Für Sie heißt das: Die Kosten tauchen nicht als Startgebühr auf, sondern in der Provisionslogik.
Bei Autorenexemplaren nennt tredition Rabatte bis zu 40 Prozent auf den Autorenpreis, abhängig von der Menge. Das ist relevant, wenn Sie viele Exemplare für Direktverkauf oder Firmenkunden planen. Prüfen Sie in der Praxis die Versandkosten und Lieferzeiten, weil sie die Effektivkosten verändern.
Amazon KDP: Starke Plattform, harte Kalkulationsregeln
Amazon KDP bietet für E Books und Print die technische Veröffentlichung ohne Startgebühr. Die Druckkosten hängen von Markt, Format, Seitenzahl und Farbanteil ab. Dafür stellt KDP einen offiziellen Rechner bereit, mit dem Sie Mindestpreis und Tantiemen abschätzen können. Das ist für die Budgetplanung ein klarer Vorteil.
Autorenexemplare erhalten Sie bei KDP zum Druckkostenpreis. Zusätzliche Rabatte gibt es laut Hilfeseiten nicht. Das macht die Kalkulation transparent, aber weniger flexibel bei großen Mengen. Hinzu kommt: Versand und Steuern können den Gesamtpreis spürbar erhöhen, vor allem bei Bestellungen außerhalb des Kernmarkts.
Welche Plattform ist für welches Ziel am sinnvollsten?
Wenn Sie breite Buchhandelsdistribution im DACH Raum priorisieren und ein Plattformpaket möchten, kann BoD passen. Wenn Sie ohne Startgebühr veröffentlichen und zugleich Tools für Vermarktung nutzen wollen, ist tredition für manche Projekte interessant. Wenn Ihr Schwerpunkt auf Amazon Sichtbarkeit liegt und Sie die Stückkalkulation eng steuern wollen, ist KDP oft der direkte Weg.
In der Praxis entscheiden viele Autoren nach Genre und Zielgruppe. Fachbücher profitieren häufig von einer sauberen Landingpage und Direktverkauf. Unterhaltungsgenres profitieren stärker von Plattformsignalen und Serienlogik. Ihre Kostenplanung sollte dieses Ziel spiegeln, statt nur Gebühren zu vergleichen.
Best Practices und typische Fehler bei der Budgetplanung
Welche Fehler kosten im Selfpublishing am meisten Geld?
Der häufigste Fehler ist falsches Sparen. Ein günstiges Cover oder ein schlechter Buchsatz senkt zwar den Startpreis, drückt aber die Conversion Rate. Dann steigen die Marketingkosten pro Verkauf. Ein zweiter Fehler ist fehlende Testlogik. Wer sofort viel Geld in Ads steckt, ohne Produktseite und Zielgruppe zu prüfen, verbrennt Budget.
Ein dritter Fehler ist die Honorarillusion. Viele rechnen mit hohen Tantiemen, berücksichtigen aber Druckkosten, Rabatte und Retouren nicht sauber. Das führt zu zu niedrigen Listenpreisen. Das Buch wirkt dann billig oder ist nicht profitabel.
Wie bauen Sie einen sinnvollen Finanzrahmen auf?
Planen Sie in Stufen. Starten Sie mit einem professionellen Mindeststandard und ergänzen Sie Marketing nur, wenn das Fundament stimmt. Ein pragmatischer Rahmen kann so aussehen: Cover 300 bis 500 Euro, Buchsatz 200 bis 500 Euro, Lektorat 500 bis 600 Euro. Danach setzen Sie einen variablen Marketingtopf, der sich an Ihren Zielen orientiert, von null bis 5.000 Euro.
Testen Sie mit einem kleinen Launch, sammeln Sie Rezensionen und optimieren Sie Metadaten. Erst dann skalieren Sie bezahlte Reichweite. So bleibt Selfpublishing finanziell kontrollierbar und strategisch sauber.
Kernfakten im Überblick
| Aspekt | Wesentliches |
|---|---|
| Produktionskosten | Cover, Buchsatz und Lektorat sind die zentralen Qualitätshebel und meist einmalig. |
| Druckkosten | Bei Print on Demand zahlen Sie pro Exemplar, abhängig von Format, Umfang und Farbe. |
| Marketingbudget | Reicht von null bis 5.000 Euro, sinnvoll erst nach sauberem Fundament und Tests. |
| Eigenexemplare | Oft deutlich günstiger als der Verkaufspreis, realistisch ist eine spürbare Ersparnis. |
| Anbieterwahl | Unterscheidet sich in Gebühren, Provisionslogik, Vertrieb und Konditionen für Autorenexemplare. |
Fazit
Die Kosten Selfpublishing sind kein Rateprodukt, sondern eine steuerbare Investitionsentscheidung. Ein professionelles Mindestbudget entsteht primär durch Cover, Buchsatz und Lektorat. Diese drei Positionen sind der Hebel für Vertrauen, Rezensionen und langfristige Verkäufe. Druckkosten laufen pro Exemplar und bestimmen Ihre Preisuntergrenze.
Beim Marketing entscheidet nicht die Höhe, sondern die Struktur. Eine WordPress Seite, klare Zielgruppenansprache und messbare Kampagnen sind sinnvoller als breite Streuung. Vergleichen Sie BoD, tredition und Amazon KDP nicht nur nach Startgebühren, sondern nach Honorarlogik, Vertrieb und Autorenexemplaren. Wenn Sie Stufen planen und testen, bleibt Selfpublishing finanziell robust.
Häufig gestellte Fragen zum Thema „Kosten Selfpublishing“
Wie verändert sich die Kalkulation, wenn Sie ein Fachbuch statt Belletristik veröffentlichen?
Bei Fachbüchern entscheidet oft die Glaubwürdigkeit über den Verkauf, nicht der reine Unterhaltungswert. Das erhöht den Nutzen eines gründlichen Lektorats, weil Struktur, Verständlichkeit und Begriffsgenauigkeit wichtiger werden. Gleichzeitig kann Marketing effizienter sein, weil Zielgruppen klarer definierbar sind. Häufig lohnt eine Landingpage mit Lead Magnet, etwa Leseprobe oder Checkliste. Dadurch verschiebt sich das Budget von breiten Anzeigen hin zu Conversion Optimierung und Direktverkauf. Die Kosten Selfpublishing bleiben ähnlich, aber die Prioritäten ändern sich.
Wann ist ein höherer Buchpreis sinnvoll, obwohl er die Reichweite scheinbar senkt?
Ein höherer Preis kann sinnvoll sein, wenn er Qualität signalisiert und Ihre Marge schützt. Das gilt besonders bei umfangreichen Sachbüchern, bei Farbdruck oder wenn Sie über Werbeanzeigen verkaufen. Ein zu niedriger Preis erzeugt oft keinen Vertrauensvorschuss und lässt zu wenig Honorar übrig, um Marketing sauber zu finanzieren. Entscheidend ist das Nutzenversprechen. Wenn Ihr Buch ein konkretes Problem löst, akzeptieren Leser eher einen höheren Preis. Die Kosten Selfpublishing lassen sich so besser amortisieren, weil jeder Verkauf mehr Beitrag liefert.
Wie wirken sich Rückgaben und Rabatte auf Ihre echte Marge aus?
Viele Autoren rechnen mit dem theoretischen Honorar pro Verkauf und unterschätzen Nebeneffekte. Rabatte, Plattformaktionen und Rückgaben können die Auszahlung reduzieren oder Verkäufe neutralisieren. Dazu kommen Druckkosten, die je nach Modell schon vor der Honorarberechnung abgezogen werden. In der Praxis sollten Sie daher mit einer konservativen Marge planen und Puffer einbauen. Wer Direktverkauf nutzt, muss wiederum Zahlungsgebühren und Versand berücksichtigen. Eine realistische Betrachtung schützt Sie davor, Marketing zu teuer einzukaufen und die Kosten Selfpublishing falsch zu bewerten.
Was ist der häufigste Irrtum bei kostenlosen Veröffentlichungsangeboten?
Der häufigste Irrtum ist die Annahme, dass kostenlos gleich billig bedeutet. Kostenlos bezieht sich meist auf die technische Bereitstellung. Qualität entsteht trotzdem durch professionelle Arbeit am Manuskript und durch Gestaltung. Zusätzlich kann eine kostenlose Veröffentlichung bedeuten, dass der Anbieter über Provisionen, Druckmargen oder Zusatzservices verdient. Das ist nicht grundsätzlich negativ, aber es verändert Ihre Kalkulation. Prüfen Sie deshalb immer, wie der Autorenpreis für Eigenexemplare entsteht, wie transparent die Tantiemen sind und welche Leistungen optional Kosten auslösen. So bleiben die Kosten Selfpublishing kontrollierbar.
Wie planen Sie ein Budget, wenn Sie mehrere Bücher als Serie veröffentlichen möchten?
Bei Serien sinken die Stückkosten pro Titel oft, weil Sie Designsysteme wiederverwenden können. Ein Serienlayout für Cover und Innensatz reduziert Wiederholaufwand und erhöht Wiedererkennbarkeit. Gleichzeitig steigt der Marketingwert, weil ein neues Buch die älteren Titel mitzieht. Planen Sie daher ein Kernbudget pro Titel für Lektorat und Satz, plus ein einmaliges Setup für Markenoptik und Website. Legen Sie zusätzlich einen wiederkehrenden Testtopf für Werbung fest und skalieren Sie nur, wenn Kennzahlen stabil sind. So entwickeln sich die Kosten Selfpublishing von Einzelprojekt zu System.
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